Wir waren da!

Am 28.06.2022 hatten zwei Vertreterinnen der Bürgerinitiative ein konstruktives und freundliches Gespräch mit Frau Dr. Koch.

Sie ist stellvertretende Bürgermeisterin des Bezirkes Pankow und Bezirksstadträtin für Gesundheit und Soziales.

Unser Anliegen war und ist die erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigung durch Lärm und Erschütterung aufgrund des Schwerlastverkehrs im Historischen Ortskern in Rosenthal rund um die Kirche.

Die Bezirksstadträtin war informiert über unser Anliegen und auch vorbereitet, obgleich sie uns keine festen Zusagen machen konnte.

Allerdings war der Aspekt, dass sie auch mit dem Bezirksamt Reinickendorf bezüglich des Schwerlastverkehrs aus den dort ansässigen Unternehmen im Gespräch ist, erfreulich.

Der aktuelle Weg, „Teileinziehungen“ für Schwerlastverkehr hier in Rosenthal anzustreben, fand bei ihr Gehör und ihre Unterstützung.

Es muss weitere Gespräche geben!

Wir geben nicht auf!

Alle gemeinsam vor Ort

Bei allerschönstem Sonnenschein und nahezu ungestört von Verkehrslärm fand am 27.04.2022 der Vor-Ort-Termin der Bürgerinitiative mit Manuela Anders-Granitzki (Bezirksstadträtin für Ordnung und öffentlichen Raum Berlin-Pankow, CDU), Johannes Kraft (Mitglied des Abgeordnetenhauses, CDU), Lars Bocian (Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Pankow, CDU) sowie Prof. Hans-Detlef Stober (Vorsitzender des Bürgervereins Dorf Rosenthal e.V.) statt.

Ungestört von Verkehrslärm in Rosenthal? Ja, denn dank der Baustelle am Wilhelmsruher Damm verirrte sich während des gut einstündigen Termins kaum ein Auto in den Dorfkern und sorgte zwar für eine wohltuende Ruhe, zerstörte allerdings auch den erstrebten Vorführeffekt.

Beim gemeinsamen Rundgang durch den Ortskern wurden die Problemstellen fehlende Querungshilfen, Rad- und Fußwege sowie der schlechte Straßenzustand mehr als deutlich.

Das Problem Schwerlastverkehr konnte aufgrund der an diesem Tag fehlenden LKW und Sattelschlepper nur ersatzweise mit Hilfe der Daten aus der Verkehrszählung im Rahmen des Gutachtens von 2021 in Form von Diagrammen visualisiert werden. Was aber absolut deutlich wurde: Der Schwerlastverkehr, der den Ortskern Rosenthals und die Lebensqualität der Anwohner zerstört, betrifft nahezu ausschließlich den immer weiter zunehmenden Durchgangsverkehr von und nach Reinickendorf, der durch die Pankower Wohngebiete abkürzt.

Mit Freude wurde zur Kenntnis genommen, dass bereits ein Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) für eine Querungshilfe (z.B. ein Fußgängerüberweg) im Bereich der Haltestelle Rosenthal Kirche vorliegt, der nun umgesetzt werden muss. Weitere notwendige Querungshilfen an der Schönhauser Straße sollen folgen.

Auch für die Grünfläche zwischen ALDI und der Kirche wurde durch die BVV ein Beschluss gefasst: Hier soll die Grünfläche durch einen kleinen Zaun geschützt und das Anlegen eines Fußweges z.B. in Form einer wassergebundenen Wegedecke geprüft werden.

Zudem wird die Einrichtung einer Sackgasse mit Wendehammer im hinter der Kirche liegenden Teil der Hauptstraße geprüft. Hier besteht aufgrund des fehlenden Bürgersteigs und der abkürzenden, durchrasenden Fahrzeuge eine besonders gefährliche Situation.

Wir sind auf die Taten gespannt, die dem lösungsorientierten Gespräch folgen.

Frau Tietje, was sagt der Denkmalschutz?

Am 31. März 2022 stellten genau diese Frage Vertreterinnen der Bürgerinitiative Frau Rona Tietje (Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung und Bürgerdienste) und ihrer Referentin Frau Holtz.

Auch aufgrund einer seit 2020 ausstehenden Antwort der Denkmalschutzbehörde wurde die Bürgersprechstunde genutzt, um das Problem der Zerstörung des historischen Ortskerns durch den Schwerlastverkehr  anzusprechen und um Unterstützung zu bitten.

Wer glaubt, dass als Fazit auf personelle Engpässe und finanzielle Notlage, die Ende des Jahrzehnts geplante Straßensanierung und anderweitige Zuständigkeiten verwiesen wurde, liegt leider richtig.

„Man glaubt es nicht, wenn man es nicht gesehen hat!“

Dieses Zitat trifft nicht nur auf Unterhosen in Loriots Sketchen zu, sondern auch auf die kaum vorstellbare Verkehrssituation in Rosenthal. Daher ist es ein erfreuliches Ergebnis des virtuellen Treffens mit Bezirksstadträtin Anders-Granitzki, Herrn Bocian, Herrn Kraft und Vertretern der Bürgerinitiative am 17.02.2022, dass im Frühjahr 2022 ein Ortstermin stattfinden wird. Dann können sie sich ganz real in die Situation der Bewohner, Radfahrer und Fußgänger hineinversetzen.